Hochwasserschutz

Die Zahl der Tage mit Großwetterlagen (GWL) mit hohem Hochwassergefahrenpotenzial (GWL Trog Mitteleuropa, TRM) hat sich seit Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland im Mittel deutlich erhöht. In den letzten drei Dekaden lag die Zahl der Ereignisse um das 2- bis 3-fache über den Werten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 

 

Hochwasserschutzkonzept

Am 2. Oktober trafen sich Bürgermeister Pfleger, die Ortsvorsteher Lanzer, Rabe und Fritz, Hr. Neu als Vertreter des Bauzuschusses und Fr. Dr. Brendieck-Worm vom Klimabeirat sowie die Vertreter der örtlichen Feuerwehr R. Dietz und A. Schlarb zusammen mit Dr. Cassel vom Ing-Büro Obermeyer zu einem ersten Arbeitstreffen. Als Gast war außerdem von der Landwirtschaftskammer Hr. Cornelius anwesend. Nach der Konzeptbesprechung im Rathaus wurden die neuralgischen Punkte aller Ortsteile aufgesucht und erfasst.

Wohl aufgrund der Tatsache, dass wir in den zurückliegenden Jahren eher glimpflich davongekommen sind, haben in einigen Bereichen zu Nachlässigkeiten geführt. Insbesondere das Lagern gefährlicher Güter, Holzstapel, Müllablagerungen und Grenzbebauung im direkten Uferbereich der Gewässer können bei Starkregenereignissen zu massiven Problemen beim Entwässern führen. Verstopfte Bachverrohrungen, verkeiltes Brennholz an Brückenbauwerken und auslaufendes Altöl verursachen hohe Schäden. Diese Gedankenlosigkeit kann im Schadensfall zu strafrechtlichen Verfahren führen, die mit hohen Geldbußen und Regressansprüchen einhergehen.

Hochwasserschutzkonzept

Niederkirchen, 19 Januar 2003 Foto: Ferdinand Worm

in den letzten Jahren haben sich in unserer Region Hochwasser- und Starkregenereignisse mit zum Teil sehr hohen Schäden vervielfacht. Jeder hat noch die Bilder des verheerenden Hochwassers im Moschelbachtal 2014 vor Augen. Um Vorsorgemaßnahmen in Bezug auf Überschwemmungen einleiten zu können, hat unsere Verbandsgemeinde die Erstellung von Hochwasservorsorgekonzepte für ihre Ortsgemeinden beim Ingenieurbüro Obermeyer, Kaiserslautern in Auftrag gegeben.

 

 

 

Niederkirchen, 19 Januar 2003 Foto: Ferdinand Worm

In einer zweiten Runde werden in einem Bürgerworkshop die Meinungen und Beobachtungen zu zurückliegenden Starkregenereignissen eingeholt. Hierzu sind Bilder und Aufzeichnungen für weitere Ausarbeitung eines Konzeptes sehr hilfreich. Wenn ihnen entsprechendes Material zur Verfügung steht melden sie sich beim Bürgermeister oder bringen sie die Unterlagen in den Bürgerworkshop mit. Termin wird rechtszeitig bekannt gegeben.

 

Jeder Einzelne kann mit seinem Verhalten zum Schutz der Allgemeinheit beitragen

Tipps und Informationen für Gewässeranlieger

  • Keine Gartenabfälle (Rasen- und Heckenschnitt, Laub, Totholz) im Uferbereich lagern (explizit verboten!)
  • Keine Brennholzvorräte im möglichen Überschwemmungsbereich
  • Keine Zäune, Mauern, Erdwälle und Bauten im Uferbereich
  • Bei Anzeige bei der Unteren Wasserschutzbehörde Bußgelder
  • sogar Schadensersatzforderungen
  • Im Keller/Tiefparterre keine Wertsachen lagern
  • Heizöl.- und Pelletslager im Keller speziell sichern! (Quellende Pellets haben Sprengkraft!)
  • Keine Stromverteiler im Keller (ohne Strom funktionieren auch keine Pumpen)
  • Elementarschadensversicherung immer wichtiger
  • Anderweitig gibt es bei Elementarschäden keine staatliche Hilfe

Weitere Informationen unter Gewaesseranlieger