Gemeinsam Zukunft Schaffen – Kulturstiftung Westpfälzer Musikantenland
In den Landkreisen Kusel und Kaiserslautern wurde unter dem Titel „Gemeinsam Zukunft Schaffen – Kulturstiftung Westpfälzer Musikantenland“ am 19.12.2025 auf der Burg Lichtenberg eine Verbundstiftung gegründet.
Neben Niederkirchen sind auch Eßweiler, Brücken, Herschweiler-Petersheim und Enkenbach-Alsenborn Gründungsmitglieder dieser Verbundstiftung. Weiter Gemeinden planen sich zu beteiligen.
Das Stiftungsmodell der Verbundstiftung ermöglicht allen Gemeinden der Region eine Beteiligung. So können sie durch ein geringes Sondervermögen in den Genuss von Stiftungsvorteilen kommen, ohne eigenständig das Mindestkapital zur Gründung einer Stiftung aufbringen zu müssen.
Warum eine Stiftung?
Stiftungen legen Kapital langfristig für gemeinnützige Zwecke an. Mit den Kapital-erträgen können sie Projekte und Regionen nachhaltig fördern und dafür auch private Zuwendungen erhalten, die von der Erbschaft- und Schenkungssteuer befreit sind.
Für Gemeinden eröffnen sich attraktive Möglichkeiten der Förderung des Gemein-wesens und der Innenentwicklung, aber auch Einzelpersonen und Vereine können zugunsten gemeinnütziger Zwecke von der Verbundstiftung unterstützt werden. Hier einige Beispiele:
- Kunst und Kultur · Denkmalschutz · Brauchtumspflege
- Bildungsangebote · die Unterstützung von Ehrenamt
Wie funktioniert eine Beteiligung?
Ortsgemeinden beteiligen sich mit einem eigenen, getrennt verwalteten Sondervermögen am Gesamtvermögen der Verbundstiftung. Mit den Erträgen ihres Sondervermögens können sie das soziale und kulturelle Leben in ihrem Ort im Sinne des Stiftungszwecks unterstützen.
Private Spenden und Zustiftungen (beispielsweise auch Immobilien) können gezielt einer Gemeinde und ihrem Sondervermögen zukommen und von dieser selbstbestimmt genutzt werden.
Der Aufbau der Stiftung Gemeinsam Zukunft Schaffen – Kulturstiftung Westpfälzer Musikantenland
Die Geschäfte leitet der Vorstand. Die Landräte der Kreise Kusel und Kaiserslautern sind geborene Mitglieder. Weitere Mitglieder bestimmen das Kuratorium und ein Gremium der beteiligten Ortsgemeinden, die Mitgliedsgemeindevertretung. Mit Harald Weber – einem Niederkirchner Gemeindemitglied – ist die Gemeinde auch im Vorstand des Stiftungsrates vertreten.
Das Kuratorium entsendet als Expertengremium drei Mitglieder in den Vorstand, kontrolliert dessen Tätigkeiten und steht ihm beratend zur Seite. Ehrenamtliche der beteiligten Gemeinden organisieren sich zur Wahrung ihrer Interessen in der Mitgliedsgemeindevertretung und entsenden bis zu drei Mitglieder in den Vorstand.
Wer vertritt die Interessen der beteiligten Gemeinden?
Die Gemeinden organisieren ehrenamtlich einen Stiftungsdorfrat aus mindestens drei Mitgliedern, der über das eigene Sondervermögen wacht. Ein Engagement im Stiftungsdorfrat muss allen Einwohnern offenstehen und kann von Einzelnen, aber auch von Vereinen, Unternehmen und örtlichen Institutionen ausgehen.
Wie können die Stiftungsdorfräte in der Stiftung mitbestimmen?
Vertreter und Vertreterinnen der Stiftungsdorfräte aller beteiligten Gemeinden bilden, zur Wahrung ihrer Interessen, die übergeordnete Mitgliedsgemeindevertretung. Diese ist mit bis zu drei Fürsprechern im Vorstand der Verbundstiftung vertreten.
Wie kommt eine Mitgliedsgemeinde zu Kapital und Erträgen?
Beispielsweise durch
- Zinserträge des angelegten Vermögens
- Gewinne aus Zweckbetrieben (etwa Mieteinnahmen einer Immobilie)
- Erlöse aus Events und Benefizveranstaltungen
- gezielte Spenden und Zustiftungen.
Unterstützung von Expertenhand:
Das Prinzip Treuhand
Mithilfe der Bürgerstiftung Pfalz wird der Verbundstiftung ein guter Start ermöglicht. Sie betreute den Gründungsprozess und übernimmt zukünftig Verwaltungsaufgaben, sichert die Gemeinnützigkeit, unterstützt bei der Akquise von Spenden und Zustiftungen und berät bei Rechtsfragen. Sie bietet zudem bei Bedarf weitere Dienstleistungen wie Projektmanagement, Marketing und Fundraising an. So können sich die Bürgerinnen und Bürger ganz auf ihre Projekte und Aktivitäten vor Ort konzentrieren. In Zeiten schwindender Bereitschaft Führungsaufgaben in Vereinen zu übernehmen eine wichtige Alternative, um die Kulturveranstaltungen vor Ort am Leben zu halten.
Gemeinsames Ziel
Ausgehend vom kulturellen Erbe der Westpfalz unterstützt die Stiftung Engagierte und Institutionen, Ortsgemeinden etc. bei Projekten, die dazu beitragen die Kulturlandschaft aktiv zu gestalten. Sie vernetzt Akteure und entwickelt die Westpfalz zu einem starken Kulturstandort.
Die Stiftung soll Ansprechpartner für Ehrenamtliche, Verwaltungen, Unternehmen, sowie für private und öffentliche Veranstalter sein.
Weitere Informationen erhalten Sie auf Wunsch per E-Mail:
Die Bürgerstiftung Pfalz
Um die Kultur in der Pfalz nachhaltig zu unterstützen, zu fördern und zu stärken, wurde 2005 die Bürgerstiftung Pfalz gegründet. Seither betreute sie erfolgreich die Gründung und das Wachstum vieler regionaler Stiftungen.
Weitere Informationen zu Wertesystem, Arbeit und Projekten der Bürgerstiftung Pfalz erhalten Sie auf der Homepage.
